Steuerfinanzierte RENTE ist Quark, dass reicht allenfalls fuer eine Sozialhilfe - Die anonymen Anpacker
rentemerhin eine schöne Abwandlung des alten Indianerworts ;-))) und die
> richtige Erkenntnis, daß nur das konsumiert werden kann, was zuvor
> produziert wurde.
Ja,aber leider falsch angewandt. Schon heute wird in einem Land
laengst nicht nicht mehr das Produziert was das Land auch herstellen
koennte, das Thema nennt sich Globalisierung und laeuft seit ca. 50
Jahren.
> Trotzdem, es wird ja nicht nur in der BRD produziert.
Gut erkannt, die USA sind ein Paradebeispiel fuer Importe, wenn die
USA aufhoeren wuerden zu importieren wuerden sich die Amerikaner an
einen erheblich anderen Lebenstil gewoehnen muessen. Entscheidend ist
nur, dass das fuer die Importe notwenfige Kapital breit gestreut ist
und man somit nicht die eigene Waehrung als Risiko mittraegt.
> Insofern könnte
> eine Kapitalgedeckte RV funktionieren - aber: die Generation, die um
> 2030 in Rente geht (meine), müßte bis dato sowohl die
> Umlagefinanzierte Rente als auch die Kapitalgedeckte finanzieren -
> und das ist unmöglich.
Ja richtig, daher ist das Thema so emminent wichtig. Der
Rentenkollaps in bsiheriger Form wird kommen, daran ist nichts
rumzudeuteln. Von daher ist jeder Tag der mit einer Rentenreform
gezoegert wird ein verschwendeter Tag. Die Rentner duerfen sich in
naechster Zeit schon einmal daran gewoehnen, dass es nicht mehr
Rentenerhoehungen oberhalb der Inflation geben wird, so wie es lange
Jahre mal Praxis war. Diese wurden aus ueberproportional steigenden
Rentenbeitraegen finanziert, frei nach dem Motto was das ist wird
auch verteilt. In Zukunft wird das Motto umgekehrt und es heisst
nicht mehr Erhoehung sondern Rentenkuerzung.
> Deswegen sehe ich nur einen Ausweg aus dieser
> Misere: die Umstellung auf steuerfinanzierte Altersvorsorge.
Die wird allenfalls fuer eine Grundsicherung ala. Sozialhilfe
reichen, denn das Grundproblem wer die Rente/Steuern zahlen soll
bleibt dasselbe. Ich kann in einer Gesellschaft nur Rentner und
Arbeitnehmer besteuern, Kinder haben keine Einkuenfte und koennen von
daher auch nichts zahlen. Jede Mark die ich aber einem Rentner per
Steuer abknoepfe muss ich ihm auf der anderen Seite wieder per Rente
zuweisen, insofern ist das ein Nullsummenspiel. Effektiv kann das
Geld nur von den Arbeitnehmern kommen, das Problem bleibt also.
Thema Steuern: Fuer eine Steuerfinanzierte Umlage kommen nur **neue**
Steuern in Frage, denn die Haushalte werden in Zukunft ganz andere
Lasten zu tragen haben.
Beispiel Hessen: In Hessen wird 2030 **70%** des Landeshaushaltes
fuer Pensionen und Loehne der dann aktuellen Landesbediensteten
ausgegeben werden, heute betraegt dieser Wert gerademal 20%.
Angesichts solcher immensen Steigerungen vor allem Bereich der
Alterversorgung der Beamten werden wir noch sehr viele
Leistungskuerzungen bei gleichbleibender Steuerlast sehen. Im
uebrigen ist gerade das Thema Beamte ein Paradebeispiel dafuer, warum
eine Steuerfinanzierte Rente bei unser Demographischen Entwicklung
ebenfalls nicht funktionieren kann. Wenn die Arbeitnehmer nun auch
per Steuerumlage versorgt werden sollen (wo soll da der Unterschied
zum bisherigen Prinzip liegen?), dann wird dieses Volumen
ausschliesslich ueber Steuererhoehungen generiert werden koennen.
Preisfrage: Wer wird nach einer solchen Steuererhoehung freiwillig
noch in einer Lohnsteuerklasse 6 arbeiten wollen?
Heute betraegt die Abgabenlast dort 64%, ohne Aenderungen am System
werden sie 2030 locker 80% betragen. Unter den Bedingungen wird keine
Ehefrau (sorry fuers Klischee) mehr Arbeiten gehen, obwohl wir gerade
dann auf jede Arbeitskraft angewiesen sind. Denn ob man fuer einen
Netto-Hungerlohn im Krankenhaus schuftet oder fuer einen Hungerlohn
auf Sozialamt geht, macht Netto gesehen keinen Unterschied.

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