Re: Der Sommer raubt mir meine Rente? - Hintergrund: T-Aktie erneut im freien Fa…
rente> > Selber schuld wenn man meint sich nur so absichern zu können.
> > Immerhin - es kann auch noch anders kommen und unser Rentner
> > schwimmt
> > irgendwann in Geld. Ob er dann auch schreit - “Halt es ist
> zuviel”!
>
> ACK !!! Wie kann man(n) so blauäugig sein und auf Aktien als
> Rentenabsicherung setzen *kopfschüttel* Als Zubrot zur Rente ok,
> aber
> alleine damit? :-/
Dieser Aussage kann ich auch zustimmen. Grundsätzlich sollte man nicht
alles auf ein Pferd setzen, sondern möglichst diversifizieren. Dies
sollte im übrigen auch bei der sogenannten “Riester-Rente” beachtet
werden, die ja im Endeffekt keine wirkliche Absicherung ist, sondern
nur eine Versorgungslücke decken soll, und das verbunden mit
Anlagerisiken.
> Außerdem dieses Geheule wegen der Immobilienbewertung. Welcher der
> Kleinaktionäre hätte sich denn anders verhalten, wenn die Immos
> geringer bewertet gewesen wären? Also ehrlich, das kann doch kaum
> einer
> überblicken. Und die letzten Monate haben doch gezeigt, daß die
> Börse
> nichts anderes ist, als ein Wettbüro, das auf Wirtschaftstitel
> setzt.
>
> Der Pixman aus B.:-)
Das Geheule mit der Immobilienbewertung ist allerdings sehr
verständlich, da hier durchaus eine zumindest fahrlässige Täuschung
stattgefunden hat:
Eine Volksaktie gibt es m. E. gar nicht. Das wäre zwar für die Führung
des betroffenen Unternehmens wünschenswert, da damit eine effektive
Kontrolle seitens der Aktionäre erschwert wäre, jedoch sind i. a. die
Mehrheit der Anteile an börsennotierten Unternehmen auf eine geringe
Anzahl von Anteilseignern konzentriert. Häufig sind dies
institutionelle Anleger wie z. B. Fondsgesellschaften. Die
Anlageentscheidung wird dort gewöhnlich in der Form stattfinden, dass
versucht wird eine Vermögensmaximierung zu erreichen, da ja dadurch z.
B. in Form von Depotgebühren verdient werden kann.
Gerade diese institutionellen Anleger haben nun den größten Einfluß auf
den Wert einer Aktie, da sie große Stückzahlen von Aktien kaufen und
verkaufen können.
Eine fehlerhafte Bewertung von Aktiva, wie im Fall der Telekom
(Immobilien) oder Infineon (Vorratsvermögen) hat letztendlich zur
Folge, dass die Ertragsaussichten für das betroffene Unternehmen besser
aussehen, als sie tatsächlich sind. Durch solche Bilanztricks, kann man
z. B. in der GuV Gewinne vortäuschen, obwohl tatsächlich Verluste
realisiert wurden.
Fondsgesellschaften haben durchaus gute Leute, die das erkennen können,
jedoch zielt deren Strategie ja auf Vermögensmaximierung ab.
Also wird man solange das Dilemma nicht offenkundig ist nichts tun und
erst dann agieren, sobald alle kalte Finger bekommen, was dann aufgrund
der Volumina zu großen Kursschwankungen führt.
Der Betrogene ist dann tatsächlich der nicht sachkundige Kleinaktionär,
der sich i. a. nur an den Kursen, bzw. den Ratschlägen seines
Bankberaters und nicht an den Unternehmensdaten orientiert.
Gruß T. E.

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