Veränderungen sind immer notwendig - Rente mit 73
rentedig musste der Mensch bzw die menschliche Gesellschaft, auf
Entwicklungen gleich welcher Art reagieren.Das wird sich künftig
nicht ändern.
Das habe ich auch nicht in Frage gestellt.Dennoch ist es paradox
bei einem schrumpfenden Volumen gesellschaftlich notwendiger Arbeit,
ausgerechnet die Lebensarbeitszeit zu verlängern.
Das ist absolut irreführend genau wie die hierzu angeführte
Argumentationsketten.
Verkürzung der Arbeitszeiten ist angesagt.Das allerdings ist auf dem
Boden der
Marktwirtschaft nicht möglich.Der totale Krieg der freien Konkurrenz
zwingt die Unternehmen dazu ( unabhängig vom Willen des einzelnen
Unternehmers )auch noch das letzte aus den abhängig Beschäftigten
rauszuholen. Lohnverzicht, unbezahlte Überstunden,.arbeiten trotz
Krankheit usw, nimmt im erschreckenden Maße zu.
Die Lohnabhängigen widerrum haben gar keine andere Wahl als die
stetig steigenden Zumutungen zu ertragen. Wer will schon von Hartz IV
leben, und sich als Sozialschmarotzer beschimpfen lassen. Und so
kommt es, daß einerseits immer mehr Menschen alimentiert werden , und
immer weniger immer mehr, für immer weniger Lohn arbeiten müssen. Die
Verlängerung der Lebensarbeitszeit ( wie von den
Demographie-Demagogen gefordert ), wird diesen Trend verstärken.
Früher oder später ergibt das einen sozialen Sprengstoff, der diese
Gesellschaft
in Ihrer jetzigen Form, in Frage stellen wird.
Zu den Hochqualifizierten ist festzustellen, das auch für diese Leute
ab dem 40 Lebensjahr die Chancen auf dem sogenannten Arbeitsmarkt
rapide zusammenschrumpfen.
Meine Frau ist übrigens als Personalberater einer großen Berliner
Bank tätig.
Was glaubst Du was die mir jeden abend erzählt ?
Ich habe also hinreichend Einblick nach welchen Kriterien Leute
gesucht, eingestellt, oder auch gefeuert werden.
Die enorme Produktivitätssteigerung, bei Beibehaltung prähistorischer
Arbeitszeiten ist das Problem, daran hängt im Grunde auch alles
andere, auch die GRV. Mit Demographie hat das kaum etwas zu tun. Du
siehts doch ganz eindeutig, das selbst von den immer weniger
werdenden Jungen, immer mehr erwerbslos sind, oder werden. Die simple
Rechnung, zu wenig Junge, zuviel Alte = Verlängerung der
Arbeitszeiten geht also nicht auf. Sie kann nicht aufgehen.
Mittlerweile werden im übrigen Technologien entwickelt, die selbst
Hochqualifizierte durch allerlei Roboter, Automaten usw ersetzen
können. Und da willst Du ausgerechnet länger arbeiten.
Schüttel den Kopf.

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