Das wollte ich Dir eigentlich antworten - Rente mit 85 Jahren
rente gibt ja SF-Autoren, die sich damit beschäftigen, was passiert,
> wenn der Fortschritt ein Tempo erreicht, das niemand mehr verstehen
> kann. Die frühen Cyberpunk-Romane spielen in einer solchen Welt, die
> niemand mehr versteht, weil alle vom Fortschritt überrollt wurden.
> Ich frage mich nur manchmal, ob wir überhaupt noch die Möglichkeit
> haben, diese technologische Singularität zu erreichen, oder ob wir
> knapp an ihrem Ereignishorizont vorbeischrammen werden, weil ein
> anderer Attraktor, nämlich die Erschöpfung unserer Ressourcen,
> inzwischen stärker wird. Mit Peak Oil und globaler Erwärmung könnte
> es gut sein, daß unser technischer Fortschritt aus der Kurve fliegt
> und an der Bande hängenbleibt…
Genau letzteres wollte ich Dir darauf antworten. Ich sehe in meiner
optimistischen Sicht Peak-Oil und Klimaerwärmung als notwendige
Bremse und als evolutiven Druck, der uns Menschen gurndlegend
verändern wird. Technik wird es geben, aber keinen Fortschrittszwang
oder Machbarkeitswahn, sondern wichtig ist einzig und allein der
Nutzen.
Gruß, Z.

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Mai 20th, 2008 at 07:01
[…] rentech Dir bitte den Schaum vom Mund, “Schaum vorm Mund” ist eigentlich mehr der Standard der Kapitalismus- und US-Gegner, ich halte nur gegen … > und lese Dir den Text ( der > nicht von mir stammt ) noch einmal in Ruhe durch. Die Krise der > Lohnarbeit ( bedingt durch technologische Entwicklung, jene widerum > bedingt durch den totalen Krieg der freien Komkurrenz )ist daszu > kritisierende Grundproblem. Darüber könnte man reden, ich halte es jedoch selbst im Sinne des Erfinders für kontraproduktiv, dies ausgerechnet an einer -alles in allem- positiven Entwicklung im Kapitalismus festzumachen. > Doch ohne Lohnarbeit keine > Kapitalverwertung, das Eine ist ohne das Andere nun mal nicht zu > haben. > Ergo steht fest, das System kippt. Ja ja. Das hat man dem Kapitalismus nun schon über sehr lange Zeit hinweg sehr oft prophezeit; allein Totgesagte leben offensichtlich länger … > Der Kapitalismus funktioniert heute > bestenfalls noch in einigen Gewinnerländern, mit abnehmender Tendenz > übrigens, denn auch hier nimmt die Armut explosionsartig zu. “Armut” in den “Gewinnerländern?; bestenfalls kann (auf jeden Fall in Westeuropa) von relativer oder sozialer Armut die Rede sein. Armut z. B. in D wird ausschließlich statistisch am Durchschnittseinkommen definiert; hätten morgen alle ein doppelt so hohes Einkommen, würde sich an der “Armut” nichts ändern. Aber es wird ideologischer Schindluder mit diesem Begriff getrieben, indem Not und Elend damit impliziert werden. > Das > Verlogene an der ganzen Diskussion, ist die Aufforderung länger zu > arbeiten, wo es ganz objektiv keine oder tendienziell immer weniger > Erwerbsarbeitsplätze gibt. … nur zu den momentanen Konditionen. Der gigantische Bereich der Schatten- und Schwarzarbeitswirtschaft zeigt, daß es Arbeit als solche allemal genug gibt. > Nicht Rente mit 73, sondern eher mit 43 > wäre die einzig logische Schlussfolgerung. Dies allerdings ist auf > dem Boden der glorreichen alternativlosen Marktwirtschaft nicht zu > haben. Es ist nirgendwo, in keinem Wirtschaftssytem zu haben. Irgendwer müsste die Rente -für die Hälfte der Bevölkerung!- ja finanzieren. > Die Auforderung sich bei Arbeitslosigkeit einen neuen > sozialversicherunspflichtigen Job zu suchen, > gleicht wenn man das 40zigste Lebensjahr bereits überschritten hat, > der Aufforderung mit einem Strohhalm den Ozean leer zu trinken. Dummes Zeug. Es ist zwar schwierig, aber, wenn man die besonderen Umstände des höheren Alters berücksichtigt, durchaus machbar. Gruss, TecDoc […]