> Die Mehrheit der Bevölkerung wird auch weiterhin ab Mitte 60 zum
> Sterben antreten dürfen:
Tritt doch schon heute nicht mehr mit Mitte 60 ab (und selbst danns
teigt das Durchschnittsalter, da kaum noch Kinder unter 10 Jahren,
Frauen im Kindbett, … sterben
> 1. Medizin wird immer teurer. Klar, nur für die Mehrheit, die Reichen
> werden es sich immer leisten können. Andererseits, wie sollen sich
> ohne einen “Massenmarkt” neue Therapien und Techniken etablieren
> können?
Auch hier wieder ein Denkfehler, war es vor 5 JAhren einfach nicht
möglich jemanden bei bestimmten Krankheiten zubehandeln ist es heute
möglich. Hat vor 10 Jahren die Therapie mehrere Millionen gekostet,
sind es heute nur noch Tausende. Das problem ist nicht, dass die
Medizin immer teurer wird, sondern, dass man immer mehr Kranken
helfen KANN und damit die Basis sich vergrößert.
> 2. Gesunde Ernährung wird durch Umweltverschmutzung und
> Nahrungsmittelvergiftung allmählich unmöglich. OK, exklusive
> Gewächshäuser sind sicherlich auch in Zukunft kein Problem für
> Wohlhabende, aber was z.B. durch Genfood an Problemen entsteht, wird
> derzeit noch nicht einmal ansatzweise untersucht (logischerweise, man
> will ja der neuen Technologie nicht “schaden”).
Auch hier wieder zurück zur alten Zeit? Damals sind die Leute an
Vergiftungen gestorben, an Parasiten, die über die nahrung übertragen
wurden. Inzwischen ist unsere Nahrung gesünder als all die Biokost
aus den 70er Jahren.
> 3. Eine gesunde Lebensweise (stressfrei und enthaltsam) ist für 99%
> der Bevölkerung heutzutage nahezu unmöglich - und auch gar nicht
> erwünscht! Vom Staat angefangen, der langlebigen Menschen am liebsten
> gar keine Rente mehr zahlen will (daran wird ja schon “gearbeitet”),
> über junge Menschen, die (von einer naturverachtenden Mode
> angestiftet) meinen, nur mit Rauchen “schlank” bleiben zu können,
> über Mitmenschen, die soziale Kälte und Hoffnungslosigkeit im Alkohol
> ersaufen (mit Kiffen ginge das sicherlich gesundheitsfreundlicher,
> darum ist das wohl bei uns auch verboten, SCNR ;)…
Auch hier wieder ein Denkfehler, stressfrei und enthaltsam war das
Leben nie (auch wenn uns das die Gesundheitsapostel immer einreden
wollen), immer gab es Stress (vorm Säbelzahntiger, vorm Cäsaren, vorm
Papst, Wetter,…) Der zweite Punkt langlebige Menschen sind reine
Konsumenten und die verschlechtern die Lage das Staates, während
Kinder (auch Konsumenten) wenigsten irgendwann mal etwas zum BSP
beitragen werden, ist es bei den Rentnern meist nicht der Fall, daher
haben die meisten Gesellschaften einen Weg gefunden die Alten noch
im Produktionsprozess einzubinden (erst unsere Zeit kann es sich
leisten 50% der Bevölkerung von der Schaffung des BSP
auszuschliessen)
>
> Fakt ist, der Staat und die Wirtschaft brauchen Hedonisten, die
> fressen, saufen und rauchen! Wer sich gesund und enthaltsam ernährt
> ist kein “guter” Konsument (und damit Steuerzahler).
Auch hier wieder Denkfehler, da ein Säufer, Raucher, … häufiger
krank wird, kostet er im Endeffekt mehr, auch wenn er 10 Jahre früher
stirbt (10*12*2000, das ist in 3 Operationen schon wieder
aufgebraucht).
> Auch der Boom
> bei Light-Produkten (siehe Punkt 2!), Sportgeräten und
> Fitness-Studios kann nichts daran ändern.
2) und Light Produkte haben nichts mit einander zu tun.
> Und der Staat verdient an
> der Selbstvergiftung der Konsumenten gut mit (Alkohol- und
> Tabaksteuer) - bzw. am Umstand, dass ihm diese Leute nicht so lang
> auf der Tasche liegen.
Wobei ich bis heute keine wirklich fundierte Rechnung gesehen habe,
ob Rauchen sich nun positiv oder negativ aufs BSP auswirkt (selbst
auf das Steueraufkommen konnte noch keiner eine wirkliche Berechnung
machen)
>
> Fazit:
> Ein paar Reiche werden sich vielleicht ein paar Jahre mehr erkaufen,
> aber der Rest braucht sich keine Illusionen zu machen!
Irrtum, die Leute sterben nicht mehr als Säuglinge, als Kleinkinder,
nicht mehr im Kindbett, werden mindestens 60. Wenn die
durchschnittliche Lebenserwartung bei 95 liegt, dann sollte man
überlegen wann die Leute in die Rente gehen können, denn 30 Jahre
Kindheit/Ausbildung und 30 Jahre Rente ist rein ökonomisch nicht
tragbar. Und das Potential, das man mit den Alten verschenkt ist
genauso wenig ökonomisch verständlich.
Ach ja als Gegenthese sieh Dir mal die Todesanzeigen an, dann weißt
Du was ich meine. Ein Gang über einen alten Friedhof kann auch ganz
belehrend sein
>
> A.P.
Werner