Zeitgeist in D. - Rente mit 85 Jahren
rente So normal diese Entwicklung ist, so mies ist das Fazit. Es
> unterstellt Handlungsspielraum für systembedingte Probleme, deren
> Systembedingtheit schlicht unterschlagen wird.
Ich wundere mich auch schon längst über die Haltung, die sowohl in
Teilen der Artikel als auch von großen Teilen der Forumsteilnehmer
zum Ausdruck gebracht wird. Es werden immer nur (potentielle) Risiken
gesehen, alles Neue (außer den nächsten 4 Zoll Bilddiagonale des
Flachbildschirms) wird verdammt.
Mit dieser Haltung müßten wir eigentlich alle mit dem Grabstock auf
dem Acker stehen und hacken.
Ich sehe auch kein Problem darin, die Lebenserwatrung des Menschen
weiter zu vergrößern. Natürlich funktioniert das nicht mit dem
aktuellen Rentensystem, aber das aktuelle Rentensystem war von vorn
herein zum Scheitern verurteilt. Das Problem liegt dann am
Rentensystem und nicht an der Lebenserwartung.
Mit der exakt gleichen Argumentation kann man übrigens jede Art von
medizinischer Behandlung madig machen. Wenn wir die medizinische
Versorgung der bevölkerung komplett einstellen würden, dann gäbe es
keine Rentenprobleme mehr, die Arbeitslosenzahlen wären ruckzuck
wieder unten und die Hinter-/Ver-bliebenen wären reicher als zuvor.
Also geht es allen (dann noch Lebenden) besser!
Was ich damit sagen/zeigen will: der Argumentationsansatz im Artikel
von den hauptberuflichen Bedenkenträgern ist schlicht völlig daneben.
Jede Verbesserung der Lebensumstände hat Auswirkungen auf die Umwelt
und die Gesellschaft! Wir müssen uns fragen: wollen wir deshalb in
die Steinzeit zurück? (Da war der homo sapiens weitgehend
umweltneutral, alles war rein biologisch angebaut, keine Umweltgifte,
kein Rentenproblem, keine Arbeitslosigkeit…). ICH will nicht
dorthin.
In diesem Sinne
UK (der nichts dagegen hätte, gesund 120 Jahre lang zu leben)

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