nun - Rente mit 85 Jahren
> nehmen wir an ein in der natur lebender mensch der tier jagen muesste
> und felder pflegen. Das waer mindestens ein halben tag arbeit
> taeglich um seine familie zu ernaehren.
Wie auch immer, das ist pure Spekulation. Mit dem Aufkommen der
Zivilisation hat die Kultur den Sprung vom Menschen auf die ihn
umgebende Welt geschafft, der Mensch hat sich Kulturlandschaften
geschaffen, in denen die Natur gezähmt ist und dem Menschen dient.
Vermutlich werden wir unsere Agrarlandschaften in den nächsten
Jahrzehnten enorm umbauen, wenn wir keinen totalen ökologischen
Kollaps riskieren wollen, aber prinzipiell leben wir dann immer noch
in einer Kulturlandschaft.
Unsere Technologie ermöglicht auch enorme Arbeitseinsparungen.
Wieviel Arbeit heute noch nötig ist, um diese Zivilisation
aufrechtzuerhalten, das wird sich noch zeigen. Momentan sieht es so
aus, als sei das nicht wirklich viel. Wieviel Stunden das pro Tag
sind, das können wir noch nicht so genau sagen, aber sieben oder acht
sicherlich nicht mehr, jedenfalls nicht im Durchschnitt, wenn
vielleicht auch mal im Einzelfall. Ob es nun fünf, vier oder drei
Stunden pro Tag sind, und wieviele Tage pro Woche, das wird sich
zeigen, sobald die Hindernisse, die uns davon abhalten, die Arbeit
gleichmäßig zu verteilen, beseitigt sind.
Man könnte sagen, daß hier ein Marktversagen vorliegt, da es dem
Arbeitsmarkt nicht gelingt, alle mit Tätigkeit und Lohn zu versorgen,
und daß der Staat hier regulierend eingreifen sollte. Oder wie
argumentiert man den üblichen Marktfanatikern gegenüber? Ich weiß es
ja auch nicht genau.

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